Exchange Server 2019 - 365

Exchange 2019

Details

Die Exchange-Server-Version 2019 kann unter Windows Server 2016, Windows Server 2016 und Windows Server 2019 betrieben werden. Im Netzwerk muss der Microsoft-Verzeichnisdienst Active Directory vorhanden sein, da Exchange Server sich intensiv in diesen integriert, u. a. zur Benutzerverwaltung.

Seit der Version 2013 ist ein neues Produktpflege-Modell seitens Microsoft in Kraft: Ungefähr einmal pro Quartal wird ein sogenanntes Cumulative Update (CU) veröffentlicht, was den kompletten Stand des Produktes in Bezug auf Fehlerbehebungen und Funktionserweiterungen zu diesem Zeitpunkt widerspiegelt und damit nicht nur für Aktualisierungen, sondern auch für Neu-Installationen genutzt werden kann. Manche Cumulative Updates werden als herkömmliches Service Pack veröffentlicht (z. B. 2013 CU4 als SP1). Zu beachten ist, dass Microsoft nur für die jeweils letzten beiden Cumulative Updates Produkt-Unterstützung bietet. In der Praxis werden Sicherheitsupdates aber nur für das letzte Cumulative Update und das letzte Service Pack angeboten.

Lizenzierung

Das Produkt ist in den Varianten Standard und Enterprise erhältlich. Die Standardversion ist für den Einsatz in kleineren Unternehmen ausgerichtet, da sie nur 5 Datenbanken pro Server erlaubt. Die Enterprise-Version erlaubt dagegen bis zu 100 Datenbanken pro Server. Jede Datenbank kann in jeder Server-Variante bis zu 2 Terabyte Daten enthalten.

Jeder Nutzer der Software benötigt zusätzlich eine Clientzugriffslizenz (CAL). Diese gibt es ebenfalls in der Basis-Variante Standard und als zusätzliche Add-on-Lizenz in der Variante Enterprise, um erweiterte Server-Funktionen nutzen zu können.

Funktionsumfang

Aus dem anfänglich einfachen E-Mail-System wurde eine umfangreiche Groupware-Lösung. In der Version 2003 wurde mit dem Intelligent Message Filter (IMF) erstmals eine serverseitige Filterung implementiert, die es ermöglicht, unerwünschte E-Mails auszufiltern. Seit der Version 2013 ist ebenfalls eine rudimentäre Anti-Virus-Software enthalten.

Die Funktionalität umfasst:

  • E-Mails
  • Termine/Kalender
  • Aufgaben
  • Kontakte/Adressen
  • Notizen
  • Mobiler E-Mail-Zugriff via ActiveSync-Technologie
  • E-Mail-Abruf mittels POP3/IMAP4, E-Mail-Zustellung per SMTP
  • Globales Adressbuch
  • Zertifikatbasierte Authentifizierung
  • Unterstützung für Secure/Multipurpose Internet Mail Extensions (S/MIME)
  • Intelligenter Anti-Spam-Filter: SmartScreen-Filtertechnologie, Intelligent Message Filter (IMF)
  • Globale Annahme- und Verweigerungsliste (Weiße Liste/Schwarze Liste)
  • Anti-Viren-Filterung bzw. Anti-Viren-API, mit der Antivirensoftware von Drittanbietern angebunden werden kann
  • Unterstützung für das Sender-ID-E-Mail-Authentifizierungsprotokoll
  • Outlook Web App, Webzugriff auf die Funktionen des Servers
  • Mischbetrieb mit einem Office-365-Exchange-Online-Dienst
  • Data Loss Prevention

Grundsätzlich werden Daten unterteilt in einerseits persönliche und benutzerabhängige und andererseits gemeinsam genutzte Daten wie zum Beispiel die sogenannten Öffentlichen Ordner, wodurch Gruppenarbeit möglich wird.

Als Front-End-Anwendung wird meistens Microsoft Outlook genutzt. Als Alternative unter Linux kann auch Novell Evolution verwendet werden. Jedoch ist eine Nutzung von Exchange Server auch per Webanwendung mittels Outlook Web App oder über mobile Geräte mittels ActiveSync bzw. Telefon (Outlook Voice Access) möglich.

Bei Nutzung von Outlook zusammen mit Exchange Server wird der Funktionsumfang von Outlook erweitert. So wird z. B. ein Abwesenheitsassistent angeboten, der eingehende E-Mails mit einer Abwesenheitsnachricht beantwortet. Auch bestimmte andere Regeln für eingehende Mails werden direkt auf dem Server abgearbeitet, auch wenn der Benutzer Outlook nicht gestartet hat. Der Benutzer kann Ordner seines Postfaches, z. B. den Kalender, für andere Nutzer freigeben. Bei der Planung einer Besprechung wird dem Einladenden angezeigt, ob der Eingeladene verfügbar ist oder bereits einen anderen Termin hat.

Exchange Server kann mit der Portal-Software Microsoft SharePoint Server sowie mit dem Instant-Messaging-Produkt Microsoft Lync zusammenarbeiten.

Die Verwaltung von Exchange Server erfolgt über eine Webanwendung, das Exchange Administration Center (EAC), oder für erweiterte Möglichkeiten mittels Exchange Management Shell (EMS) per PowerShell.

Technik

Rollen

Die Exchange-Funktionalität ist in der Version 2016 in zwei sogenannte Rollen gegliedert, die bei der Installation festgelegt werden:

  • Postfach – beinhaltet die Hauptfunktionalität, hält die Datenbanken vor und nimmt die Client-Anfragen entgegen
  • Edge-Transport – zusätzliche Sicherung der E-Mail-Übermittlung zwischen internem Netzwerk und Internet (z. B. Spam-Filterung); normalerweise in einer DMZ befindlich

Client-Server-Kommunikation

Microsoft Exchange Server benutzt zur Kommunikation mit dem Client eine proprietäre Schnittstelle namens MAPI, deren Aufrufe mittels der Protokolle RPC und HTTP transportiert werden und die unter anderem von Microsoft Outlook für Windows verwendet wird. Bei Verwendung aktueller Versionen von Exchange Server und Outlook wird die RPC-Schicht zugunsten größerer Flexibilität deaktiviert und MAPI wird direkt per HTTP übertragen.

Outlook für Macintosh nutzt dagegen die neuere Server-Schnittstelle EWS. In Zukunft sollten Drittanbieter diese ebenfalls anstatt der MAPI-Schnittstelle benutzen.

Geschichte

Versionshistorie
Version Jahr
4.0 1996
5.0 1997
5.5 1998
2000 (6.0) 2000
2003 (6.5) 2003
2007 (8.x) 2006
2010 (14.x) 2009
2013 (15.0) 2012

2016 (15.1)

2019

2015

2018

Ursprünglich bot Microsoft das Mailsystem MS Mail (bis einschließlich Version 3.5) an, das aber die Anforderungen größerer Umgebungen nicht mehr erfüllen konnte. So war es nur möglich, maximal 500 Postfächer auf einem Server anzulegen, und die Ablage der Daten in einem Dateibaum entpuppte sich mit zunehmendem Mailaufkommen immer mehr als Problem ob der Menge der zu verwaltenden Daten. Exchange selbst wurde von Grund auf neu entwickelt. Um eine Nähe zu Microsoft Mail zu suggerieren und den Kunden den Umstieg auf Exchange nahezulegen, wurde beim ersten Exchange Server die Versionsnummer 4.0 verwendet. Bei der Entwicklung spielten von Beginn an die sichere Datenverarbeitung (relationale Datenbank mit 2-Phase-Commit-Transaktionen) und die Skalierbarkeit eine besondere Rolle. Die Basis bildet seit Beginn die Jet Engine (Jet Blue), die später auch für Produkte wie Active Directory oder den Kerberos Distribution Server verwendet wurde.

 

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Kontakt
Exchange 365

Die Komplexität der Verwaltung von Exchange Server macht es für Organisationen attraktiv, sie als gehosteten Dienst zu erwerben.
Drittanbieter

Dies ist seit mehr als 10 Jahren bei einer Reihe von Anbietern möglich, aber seit Juni 2018 vermarkten viele Anbieter den Service als "Cloud Computing" oder "Software-as-a-Service". Exchange-Hosting ermöglicht die Ausführung von Microsoft Exchange Server im Internet, das auch als Cloud bezeichnet wird, und wird von einem "Hosted Exchange Server-Anbieter" verwaltet, anstatt das System intern zu erstellen und bereitzustellen.

 

Microsoft Exchange Online ist eine E-Mail-, Kalender- und Kontaktlösung, die als Cloud-Service von Microsoft und unserem Partner world4you bereitgestellt wird. Es handelt sich im Wesentlichen um den gleichen Service, der von gehosteten Exchange-Anbietern angeboten wird und auf den gleichen Technologien wie Microsoft Exchange Server basiert. Exchange Online bietet Endbenutzern eine vertraute E-Mail-Erfahrung für PCs, das Internet und mobile Geräte und bietet IT-Administratoren oder kleinen Unternehmen und Fachleuten webbasierte Tools zur Verwaltung ihrer Online-Bereitstellung. [Microsoft Exchange ist sowohl als lokale Software als auch als Online-Version verfügbar als gehosteter Dienst mit Exchange Online. Kunden können auch die Kombination von lokalen und Online-Optionen in einer Hybridbereitstellung wählen.

Eine Hybridbereitstellung kann als Zwischenschritt zwischen einer lokalen und einer vollständig gehosteten Exchange-Lösung dienen. Diese Konfiguration bietet eine Vielzahl von Funktionen, die es Organisationen ermöglichen, Benutzerpostfächer besser zu migrieren, indem sie nicht nur lokale Postfächer in Exchange Online verschieben können, sondern von Exchange Online zurück auf den lokalen Server, Cloud-basierte Nachrichtenarchivierung für on -wird Postfächer und zentralisierte Mailbox-Verwaltung für beide Infrastrukturen einrichten, um nur einige zu nennen.

Mit der Notwendigkeit von lokalen Servern; Nämlich ein Exchange Server und ein Azure Active Directory-Synchronisationsserver, gibt es einen Ressourcenaufwand, um eine Hybridlösung zu implementieren. Hybride Implementierungen sind weiterhin eine beliebte Wahl für Organisationen, die sich der Notwendigkeit oder Dringlichkeit einer vollständigen Umstellung auf Exchange Online nicht sicher sind. Dies ermöglicht auch gestaffelte E-Mail-Migration.

Hybride Überwachungs- und Berichterstellungstools decken den lokalen Hauptstapel von Microsoft Exchange-, Skype for Business-, SharePoint-, Windows- und Active Directory-Servern ab und verwenden Replikatdaten, um die Cloud-Benutzererfahrung zu melden. Die Überwachung von Servern ist wichtig für die optimale Wartung der Serverinfrastruktur sowie für das Cloud-Reporting zur Überwachung der Benutzererfahrung.

 

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